Ritterschlag für unsere Bürgerinitiative

Die perfekte Umgebung, um einen Preis zu vergeben: die 1602 erbaute Kommandeursburg der Deutschordensritter in Kerpen-Blatzheim. Es passte einfach alles beim Martinsempfang des Landrates am Spätnachmittag und Abend des 12. November. Frank Rock und sein Team luden die sechs Gewinner des Heimatpreises für die Jahre 2020 und 2021 zünftig ein, zwei Trompeter mit rheinisch-kölschen Klängen brachten die  zahlreichen Festtagsgäste in Stimmung, dazu ein Martinsfeuer auf dem Innenhof, gemeinsamer Umtrunk, Weckmänner, Imbiss aus der Region, ein launiger Moderator nebst Grußwort und Ansprache, begleitet von Landes- und Bundespolitikern. Es war das perfekte Ambiente „an einem Ort, an dem man sich wohl und zuhause fühlt“, wie Rock das Thema Heimat in „gelebter Solidarität“ mit dem „Füreinander engagierter Menschen gerade in herausfordernden Zeiten“ umschrieb.

Für unsere Bürgerinitiative Park Villa Pauli war es der Ritterschlag schlechthin. Gut zwei Jahre nach Gründung holten wir uns den gedrittelten 1. Preis für das Jahr 2021 gemeinsam mit Heimatvereinen und einem Dorfgemeinschaftshausverein. Für ihren unermüdlichen Einsatz empfingen auf dem von einem Ritterhelm gesäumten Podium Kristof Klitza (BI-Sprecher), Hans-Bert Quath (BI-Koordinator) und Prof. Dr. Paul Stelkens (BI-Berater) stellvertretend für das gesamte BI-Team Preis mit Urkunde und Blumen aus der Hand des Landrats.

Erhalt und Pflege des öffentlich zugänglichen denkmalgeschützten englischen Landschaftsparks in Frechen-Königsdorf haben wir uns auf unser Banner geschrieben. Der Lohn dafür geht weit über das Preisgeld von 3333,33 Euro, mit dem nun die Finanzierung des Kardinal-Schulte-Pavillons gesichert ist, hinaus. Die Ehrung erfüllt uns vordergründig mit Selbstbewusstsein und Stolz. Sie ist hintergründig mehr als das, nämlich Anerkennung der unzähligen Arbeitsstunden von BI-Mitgliedern, Helfern und Unterstützern. Sie zeigt, dass sich die finanziellen Zuwendungen der Spender schon jetzt auszahlen.

Ansporn und Verpflichtung

Die Ehrung sollte alle Beteiligten anspornen, den Park mit seinen markanten, jedoch renovierungsbedürftigen Einrichtungen zugunsten aller Bürger/innen weiter zu erschließen. Denn aktuelle Projekte und attraktive Idee gibt es mehr, als wir mit unseren ehrenamtlichen inzwischen etwa 20 BI-Mitgliedern und den bisher vereinten Kräften der Königsdorfer* tatsächlich umsetzen können. Mit dem auch werblich nutzbaren Heimatpreis hoffen wir darauf, den Park Villa Pauli mit seiner prallen Waldlandschaft, mit Westportal, zwei Kapellen, Pavillon, Kreuzweg, Tiergehege und vielem mehr bekannter zu machen, weitere aktive Park-Fans, Besucher und Sponsoren anzulocken. Im Geiste seiner Gründer Carl und Fritz Pauli, der Armen-Schwestern und der Bevölkerung soll „unser“ Park zugleich ein heimatlicher Ort der stillen Einkehr, aber auch des reichen sozial-kulturellen Lebens werden.  Wir sind überzeugt, dass das harmonisch geht.

Vor diesem doppelten Ziel bleibt viel zu tun. Packen wir es jede/r nach ihren/seinen Fähigkeiten, Mitteln und auch zeitlichen Möglichkeiten an. Der Gewinn des Heimatpreises kann nur eine – wenn auch wertvolle, imageträchtige – Zwischenstation sein auf unserem nachhaltig generationsübergreifenden Weg, dem sich unsere Gemeinschaft inhaltlich und organisatorisch verpflichtet fühlt. „Der Park ist mehr als nur die Summe seiner Teile“, wie Sprecher Kristof Klitza betont. Für uns alle ist er auch eine Botschaft mit Gefühl.