Frühlingsboten im Park oder Rapsodie in blue?

Der Park Villa Pauli blüht auf, zumindest an einigen Stellen noch etwas versteckt, aber natürlich meist blau wie einst Ende des 19. Jahrhunderts, als die Gründer Carl und Fritz Pauli gern von ihrem kleinen Schlösschen auf den davor liegenden sog. Pleasureground schauten.



In unserer Bürgerinitiative (BI)  für den Park ist es vor allem unsere Schatzmeisterin Anne Brendel, die als begeisterte Hobby-Gärtnerin das Thema Anpflanzungen zusätzlich unter ihre Fittiche genommen hat, zum Teil per Transfer aus dem eigenen Garten, teils durch Käufe im Gartencenter, unterstützt durch deren kostenlose Zugaben. Zuweilen in mehreren Hundertschaften hat Anne  zum Beispiel Blaue Traubenhyazinthen gesetzt, aber auch vereinzelt Blaukissen, Blauen Flox, Blaue Glockenblumen, Vergissmeinnicht, Stiefmütterchen – blühend als Pflanze, Staude, Bodendecker  oder Zwiebel. Aufmerksame Parkbesucher  werden  die Frühblüher bemerken – etwa am alten Teichgelände oder an der inzwischen verfallenen Vogelvoliere.

Bei den natürlich üppig wachsenden weißen Buschwindröschen oder dem gelben Scharbockskraut – vom reichlichen Löwenzahn einmal ganz abgesehen  -soll es halt nicht bleiben.  Das kleine Problem: Bei 18 ha Fläche im Park fallen einzelne Anpflanzungen kaum auf. Positiv ausgedrückt: Der Park hat noch reichlich Potenzial – Spenden und Spender sind willkommen. 

Doch es tut sich auch blühend schon  jetzt immer mehr – etwa am freigeschnittenen Kardinal-Schulte-Pavillon, vor dem zwei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen ein buntes Beet angelegt haben. Ebenso hinter dem Pavillon am vom Wildwuchs befreiten neu entdeckten Grab- bzw. Gedenkstein von Fritz Pauli, den bald die einst vom Sturm zerstörte und inzwischen weitgehend restaurierte Madonna wieder schmücken soll. Ein neu angelegter kleiner Weg führt bereits zum Ort des Gedenkens an den Wohltäter – zwei  neue gegenüberliegende Bänke (im Abstand von 2 m) und blaue Pflanzen laden zum Verweilen ein. Noch keine Rhapsody in blue, aber es wird.