Bewegung in der Bürgerinitiative

Über personelle Verstärkungen, Verluste, Mitarbeit und Vorurteile, die uns bei unserem Schaffen im Park begleiten

Auch personell tut sich wieder einiges in unserer Bürgerinitiative (BI) Park  Villa Pauli: Nach den jüngsten Neuzugängen Jutta Paterok und Jörg Wegmann steht uns künftig auch Prof. Dr. Peter Rösen mit Rat und Tat zur Seite. In Königsdorf ist Rösen nicht nur als Geschäftsführender Vorsitzender im Kirchenvorstand (KV) St. Sebastianus bekannt. Sportbegeisterte kennen den gut vernetzten Rösen beispielsweise aus seiner Tätigkeit beim Stadtsportverband Frechen oder beim TC Rot-Weiss Königsdorf. Rösen will den Park „als Kleinod aus Villa Pauli und Wäldchen bewahren – als dorfnahen Ort der Ruhe, Stille, Naturnähe und Besinnung“.

Leider hatten wir jetzt auch einen Trauerfall. Denn Antonius Voss ist –  für uns alle unfassbar –  Ende Juli plötzlich verstorben. Kurz zuvor war er mit uns noch auf dem Kreuzweg unterwegs, um zu besprechen, wie wir dessen Renovierung mit seiner großzügigen Spende vorantreiben (siehe eigenständige News). Wir werden Herrn Voss im Herzen ein ehrendes Gedenken bewahren – der Kreuzweg lebt auch in seinem Namen fort.

Damit zählt unsere Bürgerinitiative mehr als ein Dutzend Mitglieder, wobei das so seine Bewandtnis hat, was die offizielle Mitgliedszahl angeht. Manche/r kommt regelmäßig zu unseren Sitzungen meist am ersten Freitag im Monat ab 9.30 h bis zum Mittag. Doch ist das nicht Pflicht in unserer überparteilichen, weltanschaulich und konfessionell ungebundenen BI, die eigentlich mehr eine Gemeinschaft für den Erhalt eines lebendigen denkmalgeschützten Parks als eine Bürgerinitiative gegen was auch immer ist. Selbstverständlich sind wir mit unseren Vorstellungen gegen den Verfall oder die Verwilderung des Parks.

Arbeiten im Hintergrund

Manche müssen auch mal kürzer treten und lassen ihre Mitgliedschaft ruhen. Andere wollen ständig oder zeitweise tatkräftig Hand anlegen und etwas schaffen im Hintergrund wie etwa auch die Ehefrau eines BI-Mitglieds im Tiergehege beim Versorgen der Schafe, ohne viel Wert auf Organisation oder zuweilen notwendige Verwaltungsaufgaben zu legen: Sie haben Freude daran, mit der Motorsäge im Park zu wirken, Wege freizuschneiden, Beete um den Kardinal-Schulte-Pavillon oder den Fritz-Pauli-Grabstein anzulegen. Besucher sammeln stillschweigend Müll im Park. Jeder Jeck ist anders bei uns, alle suchen Erfüllung im Park mit seinen Einrichtungen und suchen Spaß, und das ist auch so gewollt und gut so.

Viele wollen dennoch wissen, ob und was sich bei uns im Park alles an Projekten tut und werden darüber im monatlichen Protokoll im Mail-Verteiler, über Info-Flyer, die Presse oder unsere eigene Homepage park-villa-pauli.de  informiert. Durchblick und Transparenz sind erklärte Ziele der BI.

Das gilt auch für die Finanzen unserer Gemeinschaft, die von ehrenamtlich Tätigen und natürlich zudem von Spendern/Sponsoren getragen wird. Ihnen allen an dieser Stelle ein großes Dankeschön und Kompliment für ihre materielle Rückendeckung und Unterstützung.

Vorurteile und Klischees

Auch wollen wir hier mit fortwährenden Vorurteilen aufräumen: Der private Eigentümer, die private gemeinnützige Franziska Schervier Altenhilfe GmbH, ist bei aller christlichen Ausrichtung, kein verlängerter Arm der Kirche, die aus dem Vollen schöpfen und einfach Köln oder Rom bei Geldproblemen anzapfen könne, wie uns ab und zu vorgehalten wird. Der Eigner darf das Entgelt seiner Bewohner des Seniorenzentrums St. Elisabeth nicht einfach in den vom Unterhalt überaus kostspieligen Park stecken. Auch der Denkmalschutz, die Stadt Frechen, Land und Bund helfen uns zwar am Rande zuweilen finanziell, sind aber bei Weitem überfordert mit allen unseren Aufgaben. Nein, die Steuerquellen aller Bürger reichen längst nicht, so sehr wie wir uns das als BI auch wünschen.

Vorstellungen, Ideen, Arbeit im Park haben wir – generationsübergreifend – jede Menge und für jeden Geschmack, handfest-physisch oder geistig-spirituell. Bitte melden bei unserem BI-Sprecher Kristof Klitza per Telefon (02234—96621-0/171) oder Mail  klitza@schervier-altenhilfe.de  oder BI-Mitgliedern, die Ihnen/Euch beim Park-Besuch mehr oder weniger zufällig über den Weg laufen. Und wenn Sie/ihr mal an einer Sitzung teilnehmen wollt: die nächste am 3. September 9.30 h – bitte melden an der Rezeption Seniorenzentrum St- Elisabeth.